Wenig ist nicht genug

Anreise :-)

Anreise :-)

Heute war ich mal wieder im Anstaltsgarten nach dem Rechten sehen. Direkt nachdem die Kids aus dem Haus waren um zur Schule zu gehen, habe ich mich aufs Rad geschwungen und bin in den Garten gefahren. Tatsächlich war dort sogar am Freitag Morgen gegen 8.00 Uhr schon einiges los. Eine Mitgärtnerin war schon fertig und kam mir entgegen. Ein anderer Gartennachbar war gerade dabei den Zaun zu überprüfen. Er hat viele Lücken gefunden, in der der Maschendrahtzaun nicht richtig in der Erde befestigt war. Und diese Lücken hatten vor ihm wohl auch schon ein paar Kaninchen gefunden. In seinem Gartenstück gab es deutliche Buddelspuren. Der Feind lauert überall ;-). Auch die Kartoffelkäfer scheinen unsere schmackhaften Pflänzchen zu mögen. Alle sind aufgerufen, die Augen nach den gelb-schwarzen Käfern offen zu halten.

Als ich meine Gartenparzelle erreicht habe, musste ich mich Schrecken feststellen, dass die Gurke und auch die Paprika-Pflänzchen den Auszug aus meiner gemütlichen Küche in den Gemüsegarten nicht überlebt haben. Sie waren total vertrocknet. Wirklich schade – sie waren mir schon ein bisschen ans Herz gewachsen. Auch die Radieschen wachsen sehr unregelmäßig und der Lauch ist ausgesprochen mickrig. Die Salate machen sich aber ganz gut. Auch die Kräuter, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Fenchel sehen ganz gesund und munter aus. Immerhin. Ich muss aber feststellen, dass ein Gartenbesuch pro Woche bei dem Wetter einfach zu wenig ist. Mein Plan für die nächsten Wochen: Ich werde 2 x die Woche vor der Arbeit zum gießen aufs Feld fahren und 1 x gemütlich zum Ernten und Jäten.

20150605_103148

Geschafft

20150605_081506

Fleißige Frühgärtner

Heute habe ich mich erst mal gemütlich dran gemacht, das neu aufkeimende Unkraut zu entfernen. Vorher habe ich gegossen – das soll man nach 9.00 Uhr bei der Hitze nicht mehr machen – darum habe ich vor der Arbeit die Zucchini und die Kohlrabi (sehen auch nicht so 100 % fit aus) gewässert. Als ich so vor mich hin werkele, merke ich gar nicht, wie die Zeit vergeht – tatsächlich war ich schon 2 Stunden zugange. Die Sonne steigt immer höher und ich habe mir die nackten Waden und Arme verbrannt. Nur gut, dass ich einen Sonnenhut mit hatte. Schnell noch den Spinat ernten. Mir wurde nämlich eben bei der Zaunbegehung von meinem Gartennachbarn erklärt, dass man Spinat ernten muss, bevor er anfängt zu blühen. Dann wird er nämlich bitter. Wegen des Wetters war der Spinat also fällig, obwohl er eigentlich noch so aussah, als könne er noch ein bisschen Regen auf dem Feld vertragen. Egal. Rein in die Packtasche mit den Blättern. Auch einen Salatkopf habe ich für zu Hause mitgenommen. Die erste Ernte – Klasse!

Zu Hause haben wir festgestellt, dass der Spinat unheimlich vielen Läusen ein gemütliches Heim geboten hatte. Alles krabbelte nur so – irgendwie war das nicht besonders appetitlich… bio halt :-). Nachdem wir die Wurzeln, das mit geerntete Unkraut und die gelben Blätter entfernt hatten, sind sage und schreibe 150 g Spinat über geblieben – also eher eine mickrige Ausbeute (und sicherlich waren davon noch ca. 20 – 30 g Läuse *g). Den Spinat haben wir dann über Nacht gewässert um die Läuse zu töten. Der Plan war eigentlich, ihn am kommenden Tag zu verspeisen. Das hat sich aber irgendwie nicht ergeben und einen Tag später war er gammelig :-(. Also keinen selbst geernteten Demeter-Spinat dieses Jahr. Aber der Salat war lecker! Nächste Woche hole ich mir noch einen Kopf und werde auch mal den Mangold probieren. Freu mich schon drauf.

Zeit auf dem Feld: 2 Stunde, 37 Minuten
Anfahrt mit dem Rad – ca. 16 km w/Umweg
Spaßfaktor: ++

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *