Mal kurz aufs Feld? Nicht am Wochenende.

Sonntag Morgen. Direkt nach dem Frühstück habe ich mich gemütlich mit dem Rad auf den Weg zum Garten gemacht. Mit im Gepäck verschiedene Samen, Salatpflänzchen sowie über Nacht eingeweichte Bohnen und Erbsen. Und dann habe ich mich gemütlich und in Ruhe ans Werk gemacht. Unkraut gejätet, die Erde aufgelockert und geharkt und Frühlingszwiebeln geerntet. Wusstet ihr, dass Frühlingszwiebeln junge Zwiebeln sind? Ich dachte ja immer, dass es sich um frühen Lauch handelt… aber da scheine ich mich geirrt zu haben. Und für heute gab es das ToDo, die Zwiebeln in den ersten Reihen so auszudünnen, dass die in der Erde verbleibenden Pflanzen schön dick werden können. Gesagt, getan.

20150614_122858

Auch die Nachbarn sind fleissig :-)

Kohlrabi. Mit und ohne Blätter :-(

Kohlrabi. Mit und ohne Blätter :-(

Der Kohlrabi sah schlimm aus. Aktuell „leben“ nur noch zwei Pflanzen – von den anderen hat ein Kaninchen die Blätter abgenagt. Ein verdächtiger Hasenköttel lag neben dem Beet – mähhhh. Dabei hätte ich mich wirklich über eigenen Kohlrabi gefreut. Naja – Hauptsache dem kleinen Hoppler hat es geschmeckt. Und vielleicht habe ich ja mit den verbleibenden zwei Pflänzchen Glück. Der Salat wächst dafür wie verrückt. Heute habe ich noch sechs neue Pflänzchen gesetzt. Ich bin gespannt… mögen Kaninchen nicht auch gerne jungen Salat?

Lauchzwiebeln - rot und weiß

Lauchzwiebeln – rot und weiß

Ganz vertief in die Arbeit höre ich auf einmal lautes „Hallo“. Albert und mein Töchterchen hatten sich zu einem spontanen Besuch entschieden. Nach der anfänglichen Freude habe ich schnell gemerkt, dass ich mich durch die beiden in meiner Gartenarbeits-Meditation gestört fühlt *g. Dabei hätte ich mich eigentlich gefreut, wenn das Feld ein Familienprojekt wird – und jetzt vertreibe ich selber zwei freiwillige Helfer *g. Naja, sie haben mir ein paar Stöcke besorgt und das Geißwasser gezapft und aufs Feld getragen. Klasse – jetzt aber weg mich euch… ich habe noch was vor.

Stangenbohnen und Zucchini

Stangenbohnen und Zucchini

Und was? Na, die Erbsen und Bohnen müssen unter die Erde. Laut Tanja ist es dafür nämlich fast schon zu spät – ich möchte es trotzdem probieren. Aus drei längeren Stöcken, die ich mir auf dem Hinweg von einem umgefallenen Baum abgeschnitten habe – bastele ich eine Rankhilfe und pflanze je 5 Bohnen an jeden Stock. Die Pflanzstelle bedecke ich mit alten Leinensäcken. Das ist ein Tipp von Tanja. Ich soll die Bohnen über die Säcke gießen. So trocknet die Erde nicht aus. Das sieht jetzt auf jeden Fall schon mal sehr professionell aus. Hihi.

Genauso bin ich dann mit den Erbsen vorgegangen. Nur dass die keine Rankhilfe bekommen haben. Damit ich aber weiß, wo die Erbsenpflänzchen aus der Erde kommen, habe ich kleine Stöcke in die Stellen gesteckt und um diese ebenfalls Jutesäcke auf die Erde gelegt. So sind die kleinen richtig schön behütet.

Erbsen

Erbsen

Kräuter

Kräuter

Jetzt noch schnell die Sonnen- und Ringelblumen pflanzen – fertig. Ein bisschen was zur Deko kann sicher nicht schaden :-). Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich bereits über 2 Stunden gärtnere. Jetzt ist aber Schluss. Ab nach Hause.

Geerntet: 1 Salatkopf, 25 Frühlingszwiebeln, Petersilie, Dill, Schnittlauch
Zeit auf dem Feld: 2 Stunden 13 Minuten
Anfahrt mit dem Fahrrad, ca. 12 km
Spaßfaktor: ++

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *